Durch die letzten zwei Siege haben die ZSUlerinnen wieder an Zuversicht und Selbstvertrauen gewonnen, sodass sie nach einer guten Trainingswoche motviert in das Seederby starteten. Gleich von Beginn weg wurde man durch die explosiven und technisch starken Wädenswilerinnen unter Druck gesetzt. Sowohl die anhaltende Hitze als auch das schnelle Spiel der Gegnerinnen führten zu mehr Spielzeit auf der eigenen als auf der gegnerischen Platzhälfte. Die Verteidigung des ZSU verhinderte die Angriffe der Gegnerinnen zwar erfolgreich, musste den Ball aber vermehrt über die Torlinie ins Aus spielen. Eckball nach Eckball wurde von den Wädenswilerinnen geschlagen und es dauerte nicht lange, da stand es durch zwei Eckballtore 0:2 für den Gast. Vorne versuchte man Torhüterin und Verteidigerinnen unter Druck zu setzen, um Fehler zu provozieren. Die Kräfte schwanden jedoch schnell, sodass man daraus keine Torchancen kreieren konnte. So waren es denn auch erneut die Wädenswilerinnen, die das nächste Tor zum 0:3 schossen.
In der Pause war allen klar, dass in der zweiten Halbzeit mehr Wille und Energie auf den Platz müssen. Einige Wechsel brachten neue Kräfte auf das Feld und bald schon waren es die Gegnerinnen, die ihrerseits unter Druck gerieten. In der 65. Minute zog Sina Arpagaus aus der Distanz ab und versenkte den Ball im Tor. Nach der ersten Halbzeit mag die anfängliche Zuversicht geschwunden sein, doch nach diesem erhofften Treffer zeigte das Team erneut Kampfgeist. Die ZSUlerinnen kamen näher ans gegnerische Tor, kämpften um jeden Ball und zogen aufs Tor, sobald es ging. Was in der ersten Halbzeit fehlte, war nun deutlich zu sehen. Der Ehrgeiz und Teamgeist der ZSUlerinnen wurde belohnt: in der 85. Minute schoss Lilo Löser mit einem erneut tollen Distanzschuss das 2:3. Man gab nochmals alles, um das Spiel zu drehen. Ein schneller Angriff seitens des Gastes und ein (erneutes!) Eckballtor liessen diese Hoffnung leider zerplatzen.
Der Endstand von 2:4 mag die ZSUlerinnen zwar nicht zufriedenstellen, das Spiel in der zweiten Halbzeit ist hingegen eine Leistung, auf die man stolz sein kann.
Michel Neugel







