
JD: „Wer die Tore vorne nicht macht, kriegt sie hinten rein“
Bei schönem Frühlingswetter spielten wir am letzten Frühlingsferienwochenende im Meisterschaftsspiel zu Hause gegen den BC Albisrieden.
Eine Mannschaft, die wir sehr gut kennen und schätzen. So spielten wir in Meisterschaft sowie Turnieren schon häufiger gegen sie und haben ein sehr gutes Verhältnis unter den Trainern wie auch den Spielerinnen.
In den letzten Spielen waren wir in Vollbesetzung immer knapp unterlegen, so gingen wir feriendezimiert zu zehnt und ohne einige Achsenspielerinnen mit gebührendem Respekt aber aufgrund der letzten Wochen auch ausgeprägtem Optimismus ins Spiel.
Im 1. Drittel zeigte sich, dass der Optimismus zurecht vorhanden war. Wir dominierten im stabilen 4-3-1 System das Drittel klar und kamen zu vielen Torchancen wobei der Gegner nur zu einem Abschluss kam. Viele Torchancen haben, heisst leider nicht automatisch, viele Tore zu schiessen. So gingen wir aus dem Drittel mit einem dem Spielverlauf nicht gerecht werdenden 0:0, haben uns dies aber absolut selbst zuzuschreiben, da wie immer einmal wieder jegliche Konsequenz und Überzeugtheit im Torabschluss fehlte.
Im 2. Drittel verloren wir trotz fast identischer Aufstellung und Spielsystem unsere Stabilität des 1. Drittels und bauten den Gegner damit auf, welcher logisch folgend zu verdienten Torchancen kam. Gemäss der alten Weisheit „Wer die Tore vorne nicht macht, kriegt sie hinten rein“ kam es wie es kommen musste. Bei einem konsequent vorgetragenen Angirff durchbrach die gegnerische Stürmerin unsere Innenverteidigung, stand frei vor unserer Torhüterin und netzte souverän ein.
Wenn wir schon bei alten Weisheiten sind, leider noch eine passende: „Zuerst hatten wir kein Glück und dann kam auch noch Pech dazu.“ Denn recht zeitnah im Anschluss wurde eine unserer Innenverteidigerinnen durch eine scharfe Flanke angeschossen und lenkte den Ball unhaltbar ins eigene Tor ab, 0:2, verkehrte Welt.
Aber unsere Juniorinnen gaben sich nicht auf und hielten nicht nur weiter dagegen, denn auch die gegnerischen Trainer sagten während des Spiels „Ihr spielt hier definitiv den besseren Fussball“. So war es, wir standen stabil, spielten gut hinten raus und kamen über schöne Doppelpasskombinationen gut nach vorne. Bis der Torschuss anstand, denn weiterhin schafften wir es nicht, aus mehreren Möglichkeiten Zählbares resultieren zu lassen. Auch bei einem Strafstoss für uns wegen vorherigen Handspiels, konnten wir den Ball nicht hinter der wirklich auch sehr gut aufgelegten gegnerischen Torhüterin unterbringen. Eine von mehreren sehr guten Chancen, das Spiel zu drehen.
Im dritten Drittel war es ein dynamisches Hin und Her auf Augenhöhe. Beide Mannschaften kämpften eindrücklich, vermochten es aber beide nicht mehr trotz einiger Chancen weitere Tore zu schiessen, auch trotz bei uns inzwischen offensiveren 3-3-2 Aufstellung.
So endete das Spiel 0:2 gegen uns, was sich mit gefühlt 75% Ballbesitz, sehr vielen Torchancen und einer tollen kämpferischen Leistung ungerecht anfühlt. Aber so ist Sport, wenn wir die richtigen Lehren daraus ziehen, wird uns diese Erfahrung weiter bringen und stärker machen.
Grosser Dank geht neben dem sehr guten Schiedsrichter auch wieder an die uns gut bekannten Gegnerinnen, welche uns wie immer ein sehr spannendes wie auch sehr faires Spiel geboten haben. Es macht immer grossen Spass gegen Albisrieden zu spielen und wir freuen uns schon auf das nächste Mal. Highlight: alle Mädchen beider Mannschaften haben zum Schluss in freundschaftlicher Stimmung zusammen die Tore versorgt, einer sehr wertreiche Geste, umso mehr, nachdem es im Spiel hier und da auch „gut zur Sache ging“.
Nun gehen wir wie bereits zu Auffahrt im letzten Jahr mit vielen D-, C- und B-Juniorinnen in ein 4tägiges Trainingslager in die Lintharena nach Näfels. Dort werden wir weiter an unseren Stärken wie aber auch besonders Entwicklungspotenzialen arbeiten und zum nächsten Saisonspiel gegen Küsnacht wieder parat sein, uns für unsere guten Entwicklungen und Leistungen wieder selbst zu belohnen, denn das hätten die Mädels heute definitiv auch verdient gehabt. Highlight: Mittwoch im Training übten wir erstmals Eckballstandards ein, welche heute bereits souverän ausgeführt zu drei wirklich guten Torchancen geführt haben.
FC Männedorf: Abigail, Alva, Anna, Dana, Elin, Livia, Lorena, Nike, Selina und Sophia mit Kai (Text)








