Interview mit Vereins Speaker Heinz Luginbühl vom Dienstag, 6. Oktober 2026, welcher sich den Fragen von Pascal Hotz stellt. Das ausführliche Interview kann hier/Audio abgehört werden.
Guete Morge liebe Heinz. Die alten Hasen beim FCM kennen Dich, aber viele Neue wissen gar nicht, wer jeweils ins Mikrofon bei den Heimspielen der 1. Mannschaft spricht. Darum wollen wir Dich näher kennen lernen und meine erste Frage lautet, wie immer: wer bist Du?
“Ich bin Heinz Luginbühl, seit 2004 beim FC Männedorf engagiert. Im Sommer 2004 meldete ich mich zu einem Veteranen-Training an. Rund drei Wochen später kam Röbi Rathkolb auf mich zu und fragte mich, ob ich Juniorentrainer sein möchte. Hatte eine D-Mannschaft übernommen, was Spass gemacht hat. Paar Wochen später suchte man nach einem OK-Mitglied fürs «Grümpi». Ich meldete mich als «Speaker, war aber auch bei der Organisation selbst dabei.»
Bist schon voll im Thema Fussball, aber wie steht es um Dein Familienstatus?
«Bin glücklicher Pensionär, werde am 8. Januar 70 und wohne in Hombrechtikon. Vor sechs Jahren zügelte ich von Uetikon. Nebst dem Haushalt zu Hause, bin ich auch Speaker im Unihockey bei den Jona-Uznach Flames. War zuvor zwölf Jahres lang Stadionsprecher bei den Rapperswil Jona Lakers (Eishockey National League). Bin geschieden und lebe seit 22 Jahren mit meiner Freundin (Gina) zusammen, geht auch ohne Heiraten.»
Du hast uns schon ein bisschen über Deinen sportlichen Lebenslauf beim FCM erzählt. Hast Du auch aktiv Fussball gespielt?
“Aktiv spielte ich seit meinem 15 Lebensjahr Fussball und hörte mit 65 bei den Ü50 FC Männedorf/Oetwil. Also genau 50 Jahre Fussball. Zu meinem Karriereende durfte ich noch Schweizer Meister werden, was mich besonders gefreut hat. Habe beim FC Wattwil im Toggenburg meine Fussballkarriere begonnen, da wo ich aufgewachsen bin. Bin später an den Zürichsee gezügelt, zuerst in Schmerikon, u.a. auch mit diversen Funktionen. Später spielte ich lange beim FC Wagen, danach in Uznach und im Jahr 2004 beim FC Männedorf. Eigentlich hatte ich mit 60 aufgehört, wurde jedoch auf Grund eines fehlenden Torwarts wieder reaktiviert.»
Wir suchen ja immer wieder Trainer und mit der neuen Sport- und Freizeitanlage Widenbad werden vermutlich noch mehr Kids zum FCM wollen. Könntest Du Dir auch wieder einen Job als (Co-)Trainer vorstellen?
«Schon vor zwei, drei Jahren wurde ich angesprochen. Damals hatte ich keine Zeit, da ich u.a. im Unihockey im Vorstand war und gleichzeitig Speaker. Heute wäre ich durchaus wieder bereit einen Trainerjob bei den Junior:innen anzunehmen (ein Steilpass für Kai/Martin).»
Du bist schon seit ein paar Jahren pensioniert. Was macht man so als Rentner und was sind Deine Hobbies resp. Deine (ganz viel) Freizeitbeschäftigungen?
«Das geniesse ich sehr, da ich nicht mehr in einem «Programm» bin. Mein grösstes Hobby ist Kochen, mache die Einkäufe, arbeite auch sehr gerne im Garten und helfe auch bei älteren Leuten. Ansonsten geniesse ich das Leben!»
Apropos Garten: musstest Du auch viel Wasser giessen oder ist alles «braun»?
«Beim mir auf dem Sitzplatz ging es noch, aber da wo ich geholfen habe, ist leider alles verbrannt. Aber wo die Feuchtigkeit zurückgekommen ist, hat sich die Natur wieder erholt.»
Zurück zum Fussball: Wie hast Du die Entwicklung in den letzten 20 Jahren beim FCM erlebt? Was hat sich positiv verändert und wo könnte man Deiner Meinung nach noch optimieren??
«Schwierig … verbessert hat sich die Infrastruktur, die Anlage ist zwar noch nicht fertig, aber es wird sicher ein Bijoux und vermutlich die schönste Anlage im Kanton Zürich. Kleine Sachen gibt es immer zu verbessern. Man hat wohl am falschen Ort gespart, die neue Anzeigetafel zum Beispiel ist viel zu klein geraten und am falschen Ort platziert.»
Dein aktueller Job beim FCM ist «Speaker der 1. Mannschaft», jeweils bei den Heimspielen. Gilt das nur für die M1 oder auch für unsere 2. Mannschaft, welche auch in der 3. Liga kickt? Und Anschlussfrage: Du stehst jeweils draussen mit eigenem Lautsprecher und Mikrofon, nicht geschützt von Wettereinflüssen – zum Glück war es immer schön -. Und meine dritte Frage: was hat sich mit dem neuen Platz 1 verändert und was ist eigentlich mit der alten Gondelkabine passiert?
«Die Platzierung ist noch gleich, dafür habe ich zwischen den beiden Spielerbänken ein «Häuschen» erhalten. Bin somit auch nahe bei den Spielern/Trainern. Suboptimal ist jedoch, dass ich immer noch mit einem portablen Lautsprechen arbeiten muss. Bin gar nicht sicher, ob noch Lautsprecher montiert werden oder ob diese vergessen gingen. Beim Platz 3 bleibt alles wie bisher, sprich dem Wetter ausgesetzt. Auf dem neuen Kunstrasen soll ebenfalls ein Speaker Häuschen aufgestellt werden.»
Auch aus meiner Sicht wären Lautsprecher wichtig, welche sicher auch für ein Grümpi/Schüeli gebraucht werden. Hoffe man denkt daran … Was ist mit dem M2, kommentiert Du sie auch?
«Ich habe schon letzte Saison, wo sie noch in der 4. Liga gespielt haben, gespeakert. So konnte ich auch den Aufstieg hautnah mitverfolgen. Ich werde diese Saison weiterhin beide Mannschaften Speakern. Ideal ist sicher, dass die Mannschaften oft am Samstag resp. Sonntag spielen. Dies wird von den Mannschaften auch geschätzt, denn in der 3. Liga gibt’s das praktisch nirgendswo.
Das machst Du sehr gut und man merkt Deine Leidenschaft. Wo ist der grosse Unterschied zwischen dem Kommentieren der RappiJona-Lakers und dem FC Männedorf 3. Liga?
«Der grösste Unterschied ist die Anzahl Zuschauer. In der Halle hatten wir zwischen fünf- und sechstausend Leute, hier sind es bei einem guten Match 200 bis 300 Leute. Beim Eishockey war man natürlich stärker eingeschränkt, was man sagen durfte, hier bin ich freier. Trotzdem gilt auch für mich die Neutralität als Speaker.
Kommen wir langsam zum Schluss: hast Du eine Lieblingsmannschaft und falls ja, warum … und auch einen Lieblingsspieler oder Spielerin?
“Bin eigentlich nicht so Fan von einer speziellen Mannschaft. In der Schweiz sehe ich am liebsten YB oder St. Gallen spielen, International ist es Dortmund. Früher hatte ich auch Sympathien für Mönchengladbach. Bei den Spielern schaue ich gerne Manzambi zu, er bringt Leben in die Bude»
Jetzt spielt unsere Schweizer Nati aktuell sehr erfolgreich in der Nations League, 3 Spiele, 3 Siege. Auch an der WM hat sie überzeugt. Haben wir Deiner Meinung nach die beste Nati ever und was liegt bei der nächsten EM 2028 (England, Schottland, Wales, Irland) drin?
«Da bin ich ehrlich, bin nicht Fan der Nati, vor allem seit dem Zwischenfall beim Serbien-Spiel. Ich verfolge sie aber schon und sehe, dass sie auf einem guten Weg sind. Die vielen jungen Spieler haben Spass am Fussball, was für mich vordergründig ist und mich auch freut.»
Vielen Dank Heinz für das spontane Interview, welches wir erst gestern Abend festgelegt haben. Wünsche Dir weiterhin alles Gute, viel Spass als Pensionär und vor allem gute Gesundheit!
«Vielen Dank Pascal.»







