Heimspiele sind immer etwas Besonderes, ein Highlight. Diesen Umstand kann wohl jeder Fussballer bezeugen. A) ist der Anfahrtsweg nicht lange (was die Chance auf eine Busse für Zuspätkommen minimiert oder im Falle Bürgi paradoxerweise maximiert) und B) ist man zu Hause, auf bekanntem Terrain, dort wo das Fussball-ABC erlernt und verinnerlicht wurde und wo Frau und man eben hingehört. Bei den ZSU Frauen ist dies vielerorts, ob auf dem Frohberg in Stäfa, dem Widenbad in Männedorf, der Allmend in Meilen oder dem Langacker in Herrliberg, „mir sind ja eigentlich überall dihei!“
Diesen Sonntag war es der Langacker, der vom zweiten Trupp des ZSU‘s bespielt wurde. Bereits in den ersten Minuten kamen die ZSU2 Frauen zu einigen Chancen. Ein Pass zu viel oder eine übermotivierte Rücklage verhinderte vorerst die Zürichsee-Unit‘sche Führung. Lina Tresch (welche zusätzlich noch eine persönliche Rechnung mit besagtem Unterstrass offen hatte, man denke zurück an das Hinspiel, erneut ein Aufruf an die treuen Leser dieses Matchberichts), erzielte schliesslich das verdiente 1:0. Leider währte die Freude nicht lange. Die Zürcherinnen kamen zu einigen Chancen, einmal klärte Hana Maurer routiniert wie eh und je auf der Linie. Nur 5 Minuten später fiel dann aber der Ausgleichstreffer und nach weiteren 5 Minuten stand es plötzlich 1:2. Verwundert und etwas konsterniert nahm man dies zur Kenntnis. Dann wurde auf Seiten der Azurblauen ein Doppelwechsel veranlasst. Halisa Jusmani konnte wieder auf dem Spielfeld erspäht werden und verzauberte wie gewohnt mit ihren unwiderstehlichen weiten Bällen und ihren heimtückischen Abseitsfallen, welche so manchen Gegner zur Verzweiflung trieben. ZSU2 übernahm nun wieder das Spieldiktat und Anouk Pfammatter traf in der 30. Minute dann verdient zum 2:2 Ausgleich. Man betone, dass sie den Ball vorbildlich FLACH ins Tor einschob, zur grossen Genugtuung von Misch, denn so erziele Pfammi den grössten Teil ihrer Tore, hatte man vor Spielbeginn gepredigt. Beflügelt durch den Ausgleich setzte Kaja Miskovic, die von nichts und niemandem aufzuhalten ist (ausser vielleicht von der 1. Mai-Demo) zu einem ihrer zielstrebigen Flügelläufe an. Die Flanke kam gut getimt zur Mitte wo Anna-Lea Breitenmoser Ruhe bewahrte und die 3:2 Führung erzielte.
In der Pause stellte man zufrieden fest, dass man ja durchaus Tore erzielen kann. Durch Intensivierung des Pressings sollten und mussten aber unbedingt noch weitere fallen, denn die Unterstrassnerinnen waren bekanntlich nicht zu unterschätzen.
Zu Beginn der zweiten Halbzeit hatte das Nachwuchsteam etwas Mühe ins Spiel zu finden und es dauerte einige Minuten, bis sie das Spieldiktat wieder übernahmen. Die Azurblauen kamen nun wieder vermehrt zu Torchancen, innerhalb von nur 2 Minuten erzielten sowohl Lina Tresch wie auch Anja Spycher (mit ihrer bestechenden Kondition) die Tore zum 4:2 und 5:2. Danach verlor das Spiel ein bisschen an Würze. Es plätscherte gemächlich vor sich hin. Mit einer herrlichen Direktabnahme nach einem Eckball von Lina Tresch erzielte Nathalie Hoffmann ein herrliches Volley-Tor in der 86. Minute (fairerweise muss man zugeben, Misch hatte das letzte Woche mit uns geübt) und setzte so einen sehenswerten Schlusspunkt.
Nächstes Spiel: Freitag 06. Mai 2022, ZSU2 – FC Langnau a. A., 20:00 Uhr, Herrliberg
Anna-Lena Breitenmoser









