JDb – Tag der offenen Tür in Schlieren
Samstag, 20. September 2025
Tenue-Sponsor: medCare GmbH, Uetikon am See
Viertel-Resultate: 7:2 / 4:0 / 8:2 / 6:0
Link zum Spielverlauf: FC Schlieren c – FC Männedorf b
Während Laura das J+S C-Diplom absolvierte – herzliche Gratulation an dieser Stelle zum erfolgreichen Bestehen! – machten wir uns frühmorgens um 07.00 Uhr auf den Weg Richtung Schlieren. Das Folgende liest sich vielleicht wie eine Abrechnung, soll aber vielmehr zum Nachdenken anregen.
Das heutige Spiel in Schlieren endete mit einer deutlichen Niederlage unserer Juniorinnen. Das Resultat von 25:4 spricht eine klare Sprache: unsere Mannschaft war den Gastgeberinnen in sämtlichen Belangen unterlegen.
So beeindruckend die fussballerischen Qualitäten des FC Schlieren waren – mit Kombinationen, Flügelläufen, präzisen Pässen und einer bemerkenswerten Abschlussstärke – so wenig entspricht ihr Auftreten dem Gedanken des kindgerechten Fussballs. Dass eine Mannschaft mit dieser Dominanz nicht in der 1. Stärkeklasse gemeldet wurde, ist schwer nachvollziehbar. Die zahlreichen zweistelligen Resultate in den bisherigen Spielen bestätigen diesen Eindruck.
Förderung statt Unterforderung
Gerade im Sinne der Förderung der Mädchen wäre die Einteilung in die 1. Stärkeklasse angebracht. Der FC Schlieren stellt im Frauenfussball ein Aushängeschild: die 1. Mannschaft spielt in der Nationalliga B. Vor diesem Hintergrund erstaunt es umso mehr, dass das Juniorinnen-Team in einer tieferen Stärkeklasse eingeteilt ist. Wir sind überzeugt, dass dieses Team – bestehend aus vielen Spielerinnen des Jahrgangs 2014 – nicht erst seit Kurzem zusammenspielt. Ebenso stellt sich die Frage, weshalb eine derart talentierte Captain-Spielerin noch nicht von einem Spitzenverein gesichtet wurde. Vielleicht wurde auch hier das „Anmeldefenster“ verpasst.
Fairplay und Verantwortung
Ebenfalls kritisch zu betrachten ist der Umgang mit Fairplay und Spielkultur. Auf der Sportanlage Zelgli stand klar das Ergebnis im Vordergrund. Möglichkeiten, das Spiel kindgerecht und ausgeglichener zu gestalten – etwa durch eine Anpassung der Spielerzahl – wurden nicht genutzt. Auch im Umgang mit Verletzungen und Ausfällen fehlte es an Anteilnahme oder Unterstützung durch die gegnerische Trainerbank. Dies widerspricht dem Anspruch, Kindern ein positives Erlebnis auf dem Platz zu vermitteln.
Blick nach vorn
Unsere Spielerinnen hatten trotz dieser Umstände den Mut, das Spiel bis zum Ende durchzuziehen. Die vier erzielten Tore waren ein kleiner Trost an einem Tag, an dem vieles gegen sie lief. Dass sie sich trotz Übermacht nie völlig aufgaben, verdient Respekt.

Das Fazit ist deutlich: dieses Spiel war für unsere Mädchen schmerzhaft und ernüchternd. Es zeigt aber auch, dass im Kinderfussball nicht allein das Resultat zählen darf. Verantwortung für Fairness und für ein gesundes Lernumfeld tragen immer beide Seiten – gerade auch dann, wenn das sportliche Kräfteverhältnis derart einseitig ausfällt. Für uns heisst es nun, Aufbauarbeit zu leisten, Selbstvertrauen zurückzugewinnen und gestärkt aus dieser Erfahrung hervorzugehen.
Das Trainerduo
Peppi & Laura







